S-VKZ Tour 2018

Das kleine Riet stemmt eine heimelige Hocketse

785 Teilnehmer bei 39. – Gemütliche Abschlussveranstaltung an der Strudelbachtalhalle

Von Sabine Rücker VKZ Erstellt: 20. August 2018

Das kleine Riet stemmt eine heimelige Hocketse

Brigitte Wagner und Nicole Müller (von links) an der Kasse,

die einen das Kopfrechnen lehrt. Fotos: Rücker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bedenken, dass es auf dem Vorplatz der Strudelbachtalhalle in Riet für die Wanderer und Radfahrer der 39. S-VKZ-Tour zu eng werden könnten, waren schnell zerstreut. In heimeliger Atmosphäre konnte man es sich beim SV Riet und der Freiwilligen Feuerwehr Riet am Samstag richtig gut gehen lassen.

 

Riet. Die eine oder andere Warteschlange müssen die „Touristen“ zwar auch diesmal in Kauf nehmen, aber „ich habe einen guten Eindruck“, sagt die Ortsvorsteherin. Nicole Müller muss es wissen, denn sie sitzt gemeinsam mit Brigitte Wagner an einer der drei Hauptkassen. Die Anmerkung „der kleine Ort Riet stemmt das gut“, ist ihr dort zu Ohren gekommen und hat sie gefreut. Einzig die Kasse habe sie ein bisschen in den Wahnsinn getrieben, „die hat falsche Summen gebildet“. Also war Kopfrechnen angesagt. Kein Problem für die Damen an der Kasse: „Des hemmer no’brocht“, sagt die Ortsvorsteherin in schönstem Schwäbisch. 206 Wanderer und 579 Radler haben diesmal bei der 39. S-VKZ-Tour mitgemacht, also hatte der SV Riet in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Riet mit rund 70 Helfern an die 785 Gäste zu bewirten. Insgesamt seien also gut 900 Leute auf dem Gelände, schätzt Rudolf Nedorost, Vorsitzender des SV Riet. Der Mann ist am Samstag erstaunlich entspannt, und er verrät auch, wieso: „Ich bin nicht gestresst, ich habe meine Fachleute, da kann ich entspannt sein.“ Die Vereine helfen sich gegenseitig, jeder zieht mit, betont Nodorost. Der Sportverein sei eher für die Getränke zuständig, die Feuerwehrler mehr fürs Essen, Schon Jahre reifte der Gedanke, zum Festjahr 50 Jahre SV Riet die Hocketse der S-VKZ-Tour zu Gast zu haben, und so konnte bei vielen Gelegenheiten geschaut werden, was sich bewährt. Am Freitag sei von 17 bis 20 Uhr aufgebaut worden und am Tour-Tag wurden unter anderem ab 7 Uhr noch 103 Biertischgarnituren aufgestellt. Sogar auf einem Stückchen Privatgelände durften die Macher sich ausbreiten. Und so wirkt das Ensemble aus Garnituren, Essens- und Getränkeausgabe und Stehtischen entzerrt, luftig und einladend. Kinder, die bei der Tour dabei waren und noch überschüssige Energie haben, können auf dem Spielplatz toben und die Fahrräder sind überm Bächle hinweg gut aufgeräumt.

 

Birgit Feeser aus Aurich ist zum vierten Mal dabei. „Die Tour war so schön, richtig toll organisiert“, urteilt sie über die Radlerstrecke. Die Hinweisschilder seien perfekt gewesen und auch die Strecke selbst „war genial“. Elke Müller aus Vaihingen war zum dritten Mal bei den Wanderern dabei. „Es war schön zum Laufen und der Ausblick war hervorragend“, lautet ihr Credo zur Wanderung. In Vaihingen kann sich die gehbehinderte Frau zu Fuß nur mit der Hilfe eines Rollators fortbewegen „wegen der Pflastersteine“. Bei der Tour genügte ihr eine Krücke als Stock. Auch Gerd Klier aus Roßwag hat die Wanderstrecke absolviert. „Es war einwandfrei“, sagt der sehbehinderte Mann. Allerdings, seien zwölf Kilometer schon arg viel. Ingrid Kübler trinkt mit ihren Mitwanderern erst mal ein Radler und findet es ein wenig schade, dass die Strecke nicht am Wassertretbecken vorbeigeführt hatte. Aber das Quartett war trotzdem im Becken. Erfrischen und kühl, das habe den Füßen gutgetan, lautet ihr Urteil.

 

Sabine Welz aus Riet hat sich die ganze Wanderstrecke über auf die Gemüsepfanne gefreut – und dann war sie ausverkauft. Doch auch die Curry-Wurst schmeckt und die Strecke sei wunderbar gewesen. „Ich bin in Enzweihingen durch Winkel gekommen, da war ich noch nie“, sagt sie anerkennend. Helfer Raimund Wöhr hat eine vergleichsweise einfache Erklärung für den schnellen Schwund der Gemüsepfanne: „Die war so gut.“ Immerhin ein Zentner ist bei der Tour-Hocketse verdrückt worden.

 

Am Stand der Vaihinger Kreiszeitung berichtet Anja Arnold, dass besonders Kinder und ältere Tourteilnehmer sich immer noch gerne eine Urkunde ausstellen lassen. Ein Mann habe sogar gesagt, dass er alle Urkunden hat.

 

Bei der Tombola spielt Lian Beckbissinger die Glücksfee und VKZ-Geschäftsführer Hartmut Villinger, Ralf Braico, Regionaldirektor Süd der Kreissparkasse Ludwigsburg und Filialdirektorin Anita Braig verlosen die zahlreichen Preise wie am Schnürchen. Nur mit der Abholung will es nicht ganz klappen und so kann zwar der Hauptgewinn – ein Jahr lang wöchentlich eine Kiste Sprudel von den Ensinger Mineral-Heilquellen – vergeben werden, die anderen Hauptpreise trotz Nachlosung jedoch nicht. Das tut der guten Laune keinen Abbruch, Ruth Klier beispielsweise freut sich über die gewonnene Gartendusche, die bei der Hitze gute Dienste leistet.

 

Leider war in diesem Jahr ein Sturz zu beklagen, der zur Fahrt ins Krankenhaus führte. Eine Radlerin habe eine behandlungsbedürftige Schnittwunde am Bein erlitten, berichtet Tobias Mäule vom DRK Ortsverein Vaihingen. Ansonsten sei mit einer Schürfwunde am Ellenbogen und einigen Pflästerle aber alles glimpflich abgelaufen. Das DRK war mit zwölf Helfern, drei Fahrzeugen und zwei Motorrädern im Einsatz.

 

Den Hingucker des Tages liefert Roland Dieterle von der Freiwilligen Feuerwehr Riet: Mit seinem T-Shirt-Aufdruck „Feierwehr“ hat er bestimmt den einen oder anderen zum Schmunzeln gebracht.

 

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