Der SV Riet lud zum Kabarettabend „Es isch, wie’s isch“ in die Gaststätte Zum Strudelbächle

Am Samstag, den 18. Oktober 2025, lud der SV Riet zum traditionellen Schwäbischen Abend in die Gaststätte „Zum Strudelbächle“ ein. Die Veranstaltung, die mittlerweile fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Vereins und der ganzen Gemeinde ist, war bereits im Vorfeld restlos ausverkauft. Mit der bekannten Kabarettistin Marianne Schätzle konnte der Verein eine Künstlerin gewinnen, die schwäbischen Humor, feine Beobachtungsgabe und bodenständige Lebensweisheit meisterhaft vereint.
Als Marianne Schätzle kurz nach 19:30 Uhr die Bühne betrat, dauerte es keine zwei Minuten, bis sie das Publikum fest in ihrem Bann hatte. Mit trockenem Humor, klugen Pointen und einer guten Portion Selbstironie sprach sie über die Eigenheiten des Alltags, über das Älterwerden, über Modeerscheinungen und den heutigen Zeitgeist.

Sie stellte die Fragen, die sich viele im Publikum wohl auch schon einmal gestellt haben: „Können Männer, die grillen, wirklich kochen?“ oder „Wen ruft man eigentlich, wenn der Wasserhahn tropft – den Wasserbachelor oder gar den Wasseringenieur?“ Als sie nachlegte und fragte, „Was soll man nur werden ohne Abitur – Handwerker oder Politiker?“, brach der Saal in schallendes Gelächter aus. Genau das ist die Stärke von Marianne Schätzle: Sie spricht die Dinge aus, die jeder kennt, bringt sie auf den Punkt – ehrlich, treffsicher und mit einem Augenzwinkern.

Mit ihrer authentischen Art trifft sie den Nerv des Publikums, ohne laut oder verletzend zu sein. Sie erzählt Geschichten mitten aus dem Leben – schwäbisch, scharfzüngig und dennoch herzlich. Immer wieder mischen sich in ihr Programm kluge Gedanken über die Gesellschaft, über den Umgang miteinander und über den gesunden Menschenverstand, der heute oft zu kurz kommt. Für ihren feinsinnigen Humor wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Metzinger Kabarettpreis und der Schnellertshamer Heugabel.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war ihre berühmte Merkel-Parodie, mit der sie im SWR und im Bayerischen Fernsehen bekannt wurde. Pünktlich um 21 Uhr „landete“ die ehemalige Kanzlerin in Riet auf dem Sportplatz – zumindest in Schätzles Gestalt – und gab mit gewohnter stoischer Miene ihre Kommentare zum aktuellen Weltgeschehen ab. „Ich bin zwar jetzt in Rente, aber das hält mich ja nicht davon ab, weiterhin meine Meinung zu sagen – ob man’s will oder net!“ sagte sie in typischer Manier. Die Zuschauer bogen sich vor Lachen und applaudierten begeistert.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Das Strudelbächle-Team der Familie Seyrek verwöhnte die Gäste mit schwäbischen Klassikern wie Rostbraten, Käsespätzle und hausgemachtem Kartoffelsalat, dazu gab es kühle Getränke und süße Leckereien. Die perfekte Verbindung aus guter Küche und bester Unterhaltung machte den Abend zu einem echten Erlebnis.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich mit der Künstlerin auszutauschen oder einfach das Beisammensein zu genießen. Der Schwäbische Abend war nicht nur eine Veranstaltung, sondern ein Stück gelebte Gemeinschaft – genau das, was den SV Riet seit vielen Jahren auszeichnet.

Zum Abschluss dankte der Vereinsvorsitzende im Namen des SV Riet der Künstlerin für ihren großartigen Auftritt, dem Strudelbächle-Team für die hervorragende Bewirtung und allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Als sich die Türen der Gaststätte spät in der Nacht schlossen, war man sich einig: Der Schwäbische Abend des SV Riet war wieder ein voller Erfolg. Oder, wie man im Ländle sagt: „Es isch, wie’s isch – ond so isch’s au richtig!“